|
|
 |
 |
 |
 |
Davos
|
|
|


|
|
|
GNU Lizenz... wikimedia.org in DAVOS in E/F/I...
Der Luftkurort Davos ist die höchstgelegene Stadt Europas und die flächenmässig grösste Gemeinde der Schweiz. Der Ort liegt auf 1.560 m und hat rund 10.700 Einwohner. Er bietet seinen Besuchern 5.651 Hotelbetten und 16.100 Betten in Ferienwohnungen/Privatzimmern (jährlich 2,1 Mio. Übernachtungen). Davos ist eine politische Gemeinde, deckungsgleich mit dem gleichnamigen Kreis im Bezirk Prättigau/Davos des Kantons Graubünden.
Davos is a municipality in the district of Prättigau/Davos in the canton of Graubünden, Switzerland. It is located on the Landwasser River, in the Swiss Alps, between the Plessur and Albula Range. Davos is famous as the host to the World Economic Forum (WEF), an annual meeting of global political and business elites, which is often referred to as simply Davos. It is also known as a winter sports area, including serving as the site of the annual Spengler Cup ice hockey tournament, which is hosted by the HC Davos local hockey team.Davos is one of the largest ski resort in Switzerland and the highest city in Europe. Informations in E/F/I...
|
|


|
|
|

GNU Tschuby http://de.wikipedia.org

|
|
|
Geographie Davos
Das Territorium der Landschaft Davos – so der übliche Name der Gemeinde – umfasst den grössten Teil des Landwassertals und greift am Wolfgangpass (1631 m) noch gut 2 km nach Norden über die Wasserscheide ins Prättigau aus. Die durch Fluss, Hauptstrasse und Bahnlinie markierte Achse des Tals verläuft von Nordost nach Südwest. Vom Wolfgangpass und Davosersee fällt sie zunächst sehr sanft ab, nur knapp 60 m auf 8 km Länge. In diesem Abschnitt münden von links die beiden Seitentäler Flüela und Dischma, welche den Zugang zu den ins Engadin führenden Übergängen Flüelapass bzw. Scalettapass vermitteln. Ab der Einmündung des dritten, wie die vorgenannten rund 10 km langen Seitentals, des Sertigtals, wird der Talboden schmaler und fällt auf den verbleibenden 9 km bis zur Gemeindegrenze bei der Felsenge Brombänz um knapp 300 m. Der tief eingeschnittene unterste Abschnitt des Tals heisst Zügenschlucht. Jenseits der Zügenschlucht befindet sich die Fraktion Wiesen, die seit dem 1. Januar 2009 ebenfalls zu Davos gehört.
|
Alle Bilder http://commons.wikimedia.org
|


|
|
|
Die rechte (nordwestliche) Flanke weist nur einige kurze Seitentäler auf. Hier verläuft die Gemeindegrenze – gleichzeitig Wasserscheide gegen das Plessurgebiet – über die Gipfel von Amselflue (2771 m), Tiejer Flue (2781 m), Mederger Flue (2674 m) und Chüpfenflue (2658 m) zum historisch bedeutsamen Strelapass. Jenseits des Sattels setzt sie sich über das Schiahorn (2709 m) zur Weissflue (2834 m) fort. Die linke Talseite wird durch die drei Seitentäler in vorspringende Grate zergliedert. Vom Tal gesehen beherrschen die vorgelagerten Berge Seehorn (2238 m), Büelenhorn (2512 m), Jakobshorn'(2590 m) und Rinerhorn (2528 m) das Bild. Die grössten Höhen findet man jedoch entlang der Wasserscheide gegen das Engadin und das obere Albulatal: Flüela Wisshorn (3085 m), Flüela Schwarzhorn (3147 m, höchster Punkt der Gemeinde), Piz Grialetsch (3131 m), Chüealphorn (3078 m) und Hoch Ducan (3063 m).
Die sechs Ortsteile - so genannte Fraktionen - sind von oben nach unten:
* Davos Dorf, einschliesslich des Flüelatals, der Siedlung Wolfgang auf dem gleichnamigen Pass und des Weilers Laret jenseits des Passes, * Davos Platz, einschliesslich des Dischmatals, * Frauenkirch, einschliesslich des Sertigtals, * Glaris * Monstein. * Wiesen
Die beiden grössten Fraktionen Dorf und Platz liegen im fast ebenen oberen Talabschnitt und sind durch die Bautätigkeit des 20. Jahrhunderts zu einem rund 4 km langen Siedlungsband verschmolzen. Über das gesamte Gemeindegebiet verstreut liegen eine Vielzahl von Einzelhöfen und Alpsiedlungen. Mit 254.54 km⊃2; war Davos bis Anfang 2009 die flächenmässig zweitgrösste Gemeinde der Schweiz. Im Jahr 1997 wurden 37.1 % der Fläche als Wiesen und Weiden landwirtschaftlich genutzt, der Wald nahm 19.7 % ein, die Siedlungen 2.2 %. Als unproduktiv galten 41.0 %. Nachbargemeinden sind Langwies, Klosters-Serneus, Susch, S-chanf, Bergün/Bravuogn, Schmitten GR, Filisur und Arosa.
Geschichte Davos Davos wurde erst im Hochmittelalter besiedelt. Zunächst wanderten aus dem Albulatal und dem Engadin Rätoromanen ein. Einzelne Orts- und Flurnamen weisen noch heute durch ihre romanische Betonung auf diese ältere Besiedlung hin. Um 1280 siedelten die Freiherren von Vaz Walser-Kolonisten an und gewährten ihnen im Lehensbrief von 1289 umfassende Selbstverwaltungsrechte. Davos entwickelte sich zur grössten Bündner Walsersiedlung, begründete 1436 den Zehngerichtebund, als dessen Hauptort die Gemeinde massgeblichen Einfluss auf die Politik der Drei Bünde ausübte. 1526 schloss sich der Ort der Reformation an. Bis 1851 mit der neuen Kantonsverfassung die heutigen politischen Gemeinden geschaffen wurden, gehörte auch Arosa zu Davos. Bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bildete die Viehzucht den Haupterwerbszweig. Am linken Hang der Zügenschlucht – euphemistisch Silberberg genannt – wurden vom 15. bis 19. Jahrhundert Blei- und Zinkerze abgebaut.
Der Kurort Davos 1853 entdeckten Alexander Spengler und später Willem-Jan Holsboer das wohltuende und gesundheitsfördernde Klima der erregerarmen Höhenluft, die besonders für Lungenkranke (z. B. bei Tuberkulose und Asthma) heilsam ist. Unterstützend wirkt, dass in dieser Höhe keine Hausstaubmilben leben. 1855 hatte Hermann Brehmer im schlesischen Görbersdorf, dem zeitgenössischen Vorbild aller Luftkurorte (später respektvoll «schlesisches Davos» genannt), die Epoche der Lungensanatorien initiiert. Einer der ersten Winterkurgäste war 1865 der tuberkulosekranke Hugo Richter (1841–1921) aus Königsberg. Die Kunde seiner raschen Heilung und weitere solche Heilungsgeschichten machten damals Davos als Luftkurort weltberühmt. Hugo Richter blieb in Davos. 1881 gründete er die Davoser Zeitung. Das liberale Blatt setzte sich vehement ein für die touristische Entwicklung der Region. Ebenfalls in seinem Verlag erschienen die Davoser Blätter, eine unterhaltende Zeitschrift für die Kurgäste. Die «Davoser Blätter» veröffentlichten regelmässig Gästelisten. Es gab damals noch keine Datenschutzbestimmungen. Die Gästelisten wurden vielbeachtet und sorgten für Gesprächsstoff. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie von Landquart nach Davos und deren Eröffnung 1890 wurde die Entwicklung des Ortes noch beschleunigt: Hotels, Pensionen, Sanatorien und Villen wuchsen wie Pilze aus dem Boden. Damit wurde Davos als Luftkurort weltbekannt. Schiahorn / Zauberberg In der Folge begannen viele Kantone und Länder in Davos ihre eigenen Sanatorien zu bauen. Thomas Manns Roman Der Zauberberg (1924) spielt in Davos. Er beruht auf einem Aufenthalt seiner Frau in einer Davoser Lungenklinik vor dem ersten Weltkrieg.
Der Wintersportort Davos Das erste Rodelrennen wurde 1883 in Davos ausgetragen. Von der Schatzalp aus wurden auch Bobrennen durchgeführt. Der bekannte Schriftsteller Arthur Conan Doyle beschrieb in einem launigen Essay 1889 das Skilaufen in Davos und löste damit die bis heute andauernde Beliebtheit des Ortes speziell bei den Briten aus. 1906 fanden in Davos die ersten Weltmeisterschaften im Eislaufen der Frauen statt. Im Dezember 1934 wurde in Davos der weltweit erste Bügelskilift von der Davoser Skischule in Betrieb genommen. Der knapp 300 Meter lange Lift wurde im Januar 1935 in einem Kurzfilm dokumentiert. Heute findet dort jährlich La Nuit blanche statt. Eine Eigenart von Davos waren die bis vor wenigen Jahren getrennt wirtschaftenden Seilbahngesellschaften, die mehrere getrennte Skigebiete im Raum Davos/Klosters erschlossen: Schatzalp/Strela, Brämabüel/Jakobshorn, Parsenn, Pischa, Rinerhorn und Madrisa (bei Klosters). Seit 2002 ist der Liftbetrieb auf der Schatzalp eingestellt, es gibt jedoch Pläne, die Lifte wieder zu reaktivieren, wenn das ehrgeizige Projekt, einen 105 Meter hohen Hotelturm neben das alte Sanatorium zu bauen, verwirklicht wird. 2003 fusionierten die übrigen Davoser Skigebiete unter dem Markennamen Davos Klosters Mountains. Die Gesellschaft versucht seitdem, die verschiedenen nicht verbundenen Skigebiete als Besonderheiten mit jeweils eigenem Charakter zu vermarkten. Im Zentrum von Davos befindet sich bis heute die grösste Natureisbahn Europas. Gleich nebenan ist das Eisstadion, die Heimarena des 1921 gegründeten HC Davos. Dieser hat als Rekordmeister schon 28 Schweizer-Meister-Titel gewonnen. Das Stadion fasst 7080 Plätze. Der letzte Erfolg gelang den Davosern im Jahre 2007, als sie in der Finalserie den SC Bern mit 4:3 bezwangen. Jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr empfängt hier der HC Davos vier Clubmannschaften zum internationalen Eishockeyturnier um den Spengler Cup - dann wird Davos jeweils zum Nabel der Eishockeywelt. 2006 gewann der HC Davos das Turnier gegen Team Canada im Final mit 3:2. Winterpanorama über Davos vom Jakobshorn aus
Internationale Schlagzeilen Davos 1936 geriet Davos in die internationalen Schlagzeilen, als der jüdische Student David Frankfurter den 1917 aus Deutschland nach Davos übergesiedelten NSDAP-Landesgruppenleiter der Schweiz Wilhelm Gustloff erschoss. Die Nationalsozialisten antworteten mit Verbalattacken auf die Schweiz, während Frankfurter im selben Jahr in Chur zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe verurteilt wurde (1945 begnadigt und ausgewiesen).
Sehenswürdigkeiten Davos Kirchner-Museum Davos ist heute als Wintersportzentrum beliebt und auch im Sommer ein Magnet für zahlreiche Touristen. Die Architektur ist von einem für die Region ungewöhnlichen Flachdachstil geprägt, der seine Ursprünge in der Sanatorienzeit hat. Die Stadtpromenade ist eine beliebte Einkaufsstrasse. Im Sommer kann im Davosersee Wassersport betrieben werden. Darüber hinaus bietet das Davoser Kirchner Museum eine umfangreiche Sammlung von Werken des deutschen Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner.
Die Stadt ist mit dem Auto über das Prättigau oder mit der Rhätischen Bahn im Stundentakt von Landquart aus erreichbar. Weitere Strassen führen Richtung Osten über den Flüelapass ins Engadin sowie Richtung Südwest via Lenzerheide nach Chur resp. in Richtung Thusis. Mit der Bahnlinie nach Filisur ist Davos an die Albulabahn angeschlossen.
* Schweizerische Alpine Mittelschule Davos (SAMD) mit ca. 270 Schülern * Schweizerisches Sport Gymnasium Davos (SSGD) mit ca. 120 Schülern
Quelle mehr Infos wikipedia.org/wiki/Davos...
|
|
 |